Fotos retuschieren

Mittel und Wege zum retuschieren von Fotos


Das Optimum herauszuholen
Medienprofis machen es uns seit Jahren vor. Im Umfeld der Schönen und Reichen sowie in der Marketinglandschaft ist es längst ein allgemein übliches Verfahren, um das Optimum aus einem Motiv herauszuholen: Fotos retuschieren. Ungesunde Blässe, störende Fältchen, nicht ganz ideale Lichtverhältnisse oder anderweitige Negativeffekte lassen sich mit der Retusche bis zu einem gewissen Grad entfernen ohne, dass das Ergebnis künstlich wirkt. Es ist also kein Wunder, dass wir in Hochglanzmagazinen und in der Werbung eigentlich kein Foto mehr antreffen, das nicht am Bildschirm nachbearbeitet wurde. Warum sich mit Mittelmäßigem zufrieden geben, wenn es durch Retuschieren immer noch ein bisschen besser geht?!

Strahlende Augen durch Retusche


Nur für Profis?
Was uns direkt zur zweiten Frage führt. Wieso sollte diese kleine Hilfsmaßnahme nur den Profis vorbehalten sein? Eine Antwort darauf gibt es nicht, denn auch im privaten Bereich hat sich das Bilder retuschieren mittlerweile seinen festen Platz erobert. Egal ob Familienportrait, Urlaubsschnappschuss, Bewerbungsfoto oder lieb gewonnenes Erinnerungsstück im Album - kaum eines dieser "Kunstwerke" entspricht wirklich unseren Vorstellungen. Wir wirken wie ein Leib Käse, ein Schatten wirft sich quer über das Gesicht und ein Pickel auf der Nase strahlt fröhlich in die Kamera - dabei bedeutet uns gerade dieses Foto so viel. Umso schöner, wenn es sich mit einigen Handgriffen retuschieren und damit etwas näher an unsere Erwartungen heranbringen lässt.

Augenfalten durch Retusche reduzieren oder komplett entfernen


Individualität bleibt erhalten
Trotzdem bleibt natürlich die Individualität erhalten. Retuschieren heißt nämlich nicht das Original drastisch zu verändern, sondern lediglich Mängel zu beseitigen und so die Wirkung zu maximieren. Und im Rahmen der Retusche können bereits winzige Anpassungen der Schärfe, des Kontrastes und der Farbgebung den großen Unterschied ausmachen. Mit einem Weichzeichner lassen sich Unregelmäßigkeiten der Haut praktisch wegzaubern, mit der richtigen Lichteinstellung verwandeln sich fahle Wangen in rosige Bäckchen und stumpfes Haar bekommt ungewohnten Glanz. Selbstverständlich mutiert selbst mit der ausgefeiltesten Technik Lieschen Müller nicht zum neuen Topmodell, aber sie wird sich dank der Retusche vielleicht von einer anderen Seite entdecken - oder zumindest ein Foto in ihrem Album haben, das sie sich anschauen kann, ohne gleich frustriert umzublättern, weil es mal wieder nichts geworden ist.

Makellose Körperfotos durch Beauty-Retusche


Nahezu unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten
Neben diesem heute sehr verbreiteten Einsatzgebiet eröffnet das Retuschieren zudem noch eine weitere Einsatzmöglichkeit, die eventuell etwas weniger bekannt sein dürfte. Fotos retuschieren beschränkt sich nicht allein darauf, das jeweilige Motiv zu verbessern. Es kann gleichfalls bedeuten, Selbiges vor dem Verfall zu retten. Alte Aufnahmen, besonders solche vor der Etablierung der digitalen Fotografie, haben für uns nicht selten einen hohen emotionalen Wert. Dennoch macht der Zahn der Zeit auch vor ihnen nicht halt. Ecken reißen ein, Flecken und bräunliche Verfärbungen, die sich selbst bei noch so vorsichtigem Umgang einfach nicht vermeiden lassen, breiten sich darauf aus und insgesamt geht der Zustand langsam aber sicher in Richtung "nicht mehr ansehnlich". Speziell hier zeigt sich, dass Bilder retuschieren wesentlich zur Freude an diesen Erinnerungsstücken beitragen kann. Ohne das Relikt aus Großmutters Tagen im Geringsten zu beschädigen, liefert die Retusche eine detailgetreue Kopie, die den Anschein erweckt, als wäre sie gerade gestern aufgenommen worden.

Teint retuschieren, bräunen oder nachbräunen


Einfach schönere Fotos
Retuschieren besitzt also einige Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind und damit ist Fotos retuschieren bei Weitem nichts, das lediglich Werbefachleuten oder einem ähnlichen Personenkreis vorbehalten sein sollte. Schließlich möchte doch jeder das Optimale aus sich und seinen Bildern herausholen, ungeachtet dessen ob es sich um das I-Tüpfelchen auf dem Lebenslauf, den Sonnenuntergang im letzten Urlaub oder das mitgenommene Erbstück als Teil der Familiengeschichte handelt.